4 days in another world, far away from everything
THE OUTBACK
Ich habe gehört, dass Outdoor Education 12 einen Trip zu den Flinders Ranges plant. Da ich natürlich so viel wie Möglich von Australien sehen möchte, bin ich zum Lehrer gegangen und habe gefragt, ob ich mitkommen kann. Leider war alles schon voll (er darf nur 15 Schüler mitnehmen) aber in letzter Sekunde, am Freitag nach meinem Deep Creek Trip ist er auf mich zugekommen und hat gesagt, dass ein Mädchen abgesagt hat. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, an der Reise teilnehmen zu können.
Es war echt eine tolle Erfahrung, mit Leuten zusammen zu reisen, die man vorher noch nie gesehen hat (und glaubt mir ich kenne viele von der Victor High). Da es Year 12ler waren (alle so 17 od. 18), lief die Reise ganz anders ab, als die Year 10 Outdoor Reise. Mit den Leuten hat man anders Spaß (okay ich hoffe ihr wisst was ich meine, denn ich kann das nicht so wirklich erklären ;)).
Mr. Foot legte viel wert auf koordinieren. Wir MUSSTEN also immer mit einer Karte in der Hand und einem Kompass um den Hals herumlaufen. Zwischendurch haben wir gestoppt und wir mussten Ihm zeigen, wo wir waren. Das war ganz schön schwer, da wir uns nach den Cliffs, Kurven, Berge, Täler und Flüssen orientieren mussten.
Am Dienstag um 6am ging es los. Unsere Rucksäcke haben wir selbst zu Hause gepackt. Mr. Foot hat einen Bus geliehen, mit dem wir gen Norden gefahren sind. Nach 6 Stunden (durch Farmland und das ewige Weite) sind wir angekommen. Am Parkplatz konnten wir noch den letzten 'Longdrop' (Plumpsklo) 'genießen', bis es dann ins 'nowhere' ging. Schon nachdem wir steil nach unten gegangen sind, war ich begeistert. Wir sind durch wunderschöne Gorges gegangen (genannt Crocodile Gorge). Links und rechts ragten riesige rote Steinwände empor. Da hat man glatt den schweren Pack auf dem Rücken vergessen. Es ging 6km Richtung Hidden Camp. Dort haben wir übernachtet. Es war einfach unglaublich, da wir neben den roten Steinwänden geschlafen haben. Auch war die Erde rot, was man auf den Fotos leider nicht so gut sieht.
Sitting on the cliff
Before going to the Pub
Sitting on the cliff
Before going to the Pub
footie
our campsite view
Das Beste war aber, dass wir sehr Glück mit dem Wetter hatten. Es ist nämlich oft sehr neblig in den Flinders. Wir hatten aber keine einzige Wolke am Himmel, die Sonne schien und wir hatten perfekte 23°C.
Leider konnten wir kein Lagerfeuer haben, so dass wir schon um 6pm im Dunkeln saßen. Da der Himmel so klar war, hatten wir einen wunderschönen Sternenhimmel. Ich habe wirklich noch nie einen so wunderschönen klaren Himmel gesehen. Man konnte alles erblicken: Milkyway, Southern Cross and Co. Wir haben lustige 'Rätselspiele'
- my bottle is closed/open
- Willie, Willie, Willie, willie, wuups, Willie, Wups, Willie, Willie, Willie, Willie
- 'I am the magical fairy one, ladidadida, can I please join the Club?
- Betty liebt die Sonne, aber sie hasst den Mond
gespielt und wenn man später die Lösung erfahren hat, dachte man echt, man ist soo dumm. For tea gab es bei uns gefüllte Nudeln. Wir sind schon um 7.30pm ins Zelt gegangen, da es kalt und dunkel war und wir waren natürlich kaputt vom Laufen :).
Da Mr. Foot (auch Footie genannt) ein früher Vogel ist, mussten wir um 6.30am aufwachen, um Alles einzupacken (Zelt abbauen). Es hieß also: Alles noch einmal reinquetschen in den 20kg schweren Rucksack.
Jamie & Ellie --> South Australians best Girl Surfers
Jamie & me
Diesmal hatten wir uns 20km für den Tag vorgenommen. Es ging entlang Hidden Gorge, bis zu unserem Lunchplatz mit Wassertank. Dieser war auf einem Berg, wo wir eine 'stunning view' hatten.
Weiter ging es entlang der 'Battery Mountains' bis wir unsere Campsite erreicht hatten.
Zwischendurch sind Emus neben uns hergelaufen und Kangaroos haben wir natürlich auch gesehen (Red Kangaroo, lebt nur im Outback). Insgesamt habe ich 10 Emus gesehen.
Damit der lange Weg schneller vorbei ging, hat Mr. Foot uns zwischendurch Rätsel gestellt (sowas Ähnliches wie Blackstories, falls ihr das kennt). Wenn ihr Lust habt, könnt ihr diese auch ausprobieren und die Antwort in die Kommentare schreiben, manchmal hilft es mir Fragen zu stellen (nicht schlimm, wenn es falsch ist)
- Eine Frau liegt tot in einer Box, was ist passiert?
- Der Mann verschluckt eine Fliege und die Frau stirbt, was ist passiert?
- Blut liegt im Boot, was ist passiert?
- Der Mann knipste das Licht aus, um schlafen zu gehen, am nächsten Morgen las er die Zeitung und erschoss sich. Was ist passiert?
- Zwei Männer umhüllt mit Nylon hängen tot im Baum. Was ist passiert?
Abends waren wir echt müde und nachdem wir Fettucine vorbereitet haben, saßen wir wieder alle zusammen. Diesmal war es my turn mit abwaschen. Da die Nudeln am Metallboden klebten, mussten wir die Schüssel über dem Feuer mit kochendem Wasser abwaschen. Ich hielt also die Pfanne und daran klebte eine andere Schüssel, die meine Zelt Mitbewohnerin gehalten hat. Sie hat die dann irgendwie fallen gelassen und ich sah das Wasser nur so auf mich zu fliegen. Aus Schreck, habe ich dann die Pfanne weggeschmissen (das Wasser flog dann auf meine Zelt Mitbewohnerin). Ich habe meine Schuhe, Hose und Socken nur so weggeschmissen, da ich das Brennen schon auf meiner Haut spürte. Zum Glück hatte ich zwei Hosen an (wegen der Kälte). Sonst wären meine ganzen Beine verbrannt gewesen. Mr. Foot hat gesagt, dass er noch nie jemanden gesehen hat, der seine Sachen so schnell ausziehen kann. Ich endete also mit einem verbrannten Fuß. Footie hat dann das knappe! Wasser auf meiner Haut fließen lassen. Ich habe jetzt viele Blasen und eine tiefe, große Stelle, wo das Wasser meine Haut weggewaschen hat.
Abends konnte ich nicht so gut einschlafen, weil ich nicht wusste, wie ich liegen sollte.
Jetzt allgemein zum Wasser: Wasser im Outback ist nur in Form von Regenwasser (gespeichert in Tanks) zu erhalten. Wir sind also immer mit 3Litre herumgelaufen und wenn es einen Tank gab, hieß es so viel wie Möglich trinken und dann wieder auffüllen. Wir hatten einen Wassertank am Dienstag Mittag, Mittwoch Morgen, Donnerstag Mittag und Abend. Ihr seht, wir hatten nicht so wirklich viel Wasseranschluss und es gab KEINEN Tank, wo wir übernachtet haben. Es ist echt schwer genug Wasser für Eigenbedarf, Kochen und Abwaschen zu haben.
Am nächsten Tag lagen weitere 6km vor uns. Ich habe also irgendwie mein Fuß bandagiert. Natürlich tat es trotzdem weh, da ich meine Zehen nicht bewegen konnte. Nachdem ich aber eine Zeit lang gelaufen bin, ging es. Der letzte Tag war ziemlich riskvoll, denn wir wollten durch den 'Bush' laufen. Das heißt, dort wo die Büsche sehr eng aneinander liegen und es keinen Weg gibt. Also ab in die Regenmäntel (welche wir von der Schule bekommen haben), Sonnenbrille und Mütze auf, damit wir uns nichts verkratzen (es gibt viele spiky bushes hier). Wir mussten auf der Karte abmessen, wie viele Meter wir in welche Richtung laufen müssen. Also Kompass in die Richtung einstellen (bei uns E), die nördliche Nadel immer auf Norden halten (damit wir auch nach Osten laufen) und 700m mit unseren Schritten abzählen. Vorher haben wir geguckt, wie viel Schritte 100m sind. Man zählt jeden 2. Schritt. Das heißt, ich musste bis nach 70 zählen und dass 7 Mal. Dann mussten wir ungefähr gucken, wo wir sind auf der Karte und dann um das Tal herumlaufen. Später ging es steil herunter und wieder steil hoch. Dann sind wir perfekt an der gleichen Stelle angekommen, wo wir ankommen wollten. Am 1. Tag haben wir dort Bilder in den Sand gemalt. Es dauert uns 2 Stunden für 2km, da das Buschland wirklich dicht war. Wir sind dann die restlichen Kilometer gelaufen und dann mussten wir unseren letzten Berg steigen. Das war echt hart. Ich wollte jeden Moment aufgeben, denn mein Rucksack war schwer, mein Fuß brannte und dann musste dort auch noch so ein steiler Berg sein.
Am Ende war man aber echt stolz, dass man das viele Wandern überwunden hatte.
Am Donnerstag Abend sind wir in die nächste 'Stadt' (1 1/2) Stunden entfernt gefahren. Sie besaß vielleicht 10 Einwohner, welche Farmer waren. Wir blieben auf einem Campingplatz, wo wir ...... Toiletten und Seife hatten. Yeees. :D Wir sind in einem Pub essen gegangen, haben dort Billard gespielt und viel Spaß gehabt. Abends durften wir sogar ein Feuer haben. Woodsie (ich weiß nicht seinen richtigen Namen) hat uns ein paar Harry Potter Seiten vorgelesen, was echt lustig war mit seiner komischen Animationen dazu :D. Am Freitag hieß es wieder früh aufstehen, denn Footie wollte schon um 7am los fahren. Das letzte Mal hieß es Zelt einpacken, Rollmatte anschnallen, Klamotten und Schlafsack reinstopfen und alles festsurren. Nach 4 Tagen reicht das aber auch. Es ist immer ganz schön viel Arbeit alle Sachen in den Rucksack zu bekommen...
Total müde ging es Richtung Victor. Mit einem kleinen Stopp an der Bakery U-N-I-Q-U-E, wo es den besten Meat Pie überhaupt gibt.
Lots of Love from Victor Harbor,
Jana xxx
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