Nun schreibe ich (endlich) einen Bericht. So how's life?
Der Mittwoch war ziemlich anstrengend. Wir haben nämlich eine zwei-stündige Science Klausur geschrieben. Der theoretische Test war easy, aber dann kam es zum Praktischen... Die Aufgabe war es, wie ich früher schon einmal geschrieben habe, die Farben der Football- Mannschaften herzustellen. Wir hatten 20 Minuten Zeit für 6 verschiedene Mannschaften. Gut, habe ich also angefangen. Schnell habe ich gemerkt, dass es schwerer ist, als ich gedacht habe. Wir mussten nämlich die Farben übereinander in einem Reagenzglas stapeln. Irgendwie klappte es bei mir nicht so ganz wie ich erhofft hatte und bin halb ausgerastet als ich auf die Uhr schaute und nur noch 10min Zeit hatte. Ms. Dudley kam herum und fragte, ob sie schon etwas bewerten kann und ich schüttelte nach 10Minuten Arbeit ohne Erfolg den Kopf. Na toll. Bad Luck, dass die meisten auch noch 3 verschiedene Farben hatten. Irgendwann hatte ich alles durchprobiert und wusste, welche Farbe nach unten muss, damit sie sich nicht vermischt. In der letzen Minute wurde ich dann mit allen 6 fertig und war ziemlich zufrieden: Ich glaube nur eine oder zwei Mannschaften haben sich vermischt, so dass ich für die nur einen Punkt und für die anderen zwei Punkte bekommen habe.
Am Donnerstag wollten wir eigentlich fischen gehen, aber Mr. Harris war auf einer Camp- Vorbereitung. So musste Mr. Puckridge die ganze Outdoor- Education Gruppe leiten, mit 30 Schülern. Er hat dann also beschlossen mit uns einen Beach- Walk zu machen. Wir fuhren diesmal nach links (wenn man auf eine Karte schaut). Ich war noch nie an einem Strand hinter The Bluff und freute mich, Neues zu sehen. Wir fuhren ziemlich lange (dauert länger, als es aussieht, da es hier seeehr hügelig ist und dazu dann noch der alte Knatterbus...) bis nach Waitpinga Beach. Der Strand war wirklich wunderschön. Aber mehr erkläre ich zu den Bildern.
| Wenn ihr von Victor Harbor nach links geht, hinter dem 'Buckel' ist Waitpinga Beach. |
| Nur Profi Schwimmer und Surfer dürfen dort ins Wasser. Die Wellen sind gigantisch und es sind schon mehrere ertrunken. |
Am Nachmittag hatte ich dann meine letzte Thursday- Afternoon Surfing Lesson. Schon traurig, da es echt Spaß gemacht hat.
Wir sind ein bisschen weiter raus gegangen, aber nicht ganz zu den 'großen Wellen'. Es hat mal wieder Spaß gebracht. Das Wasser war braun, manche würde das abschrecken, aber es sin nur zusammengesetzte Blüten, wie mein Surflehrer erklärt hat. Das ist nichts Schlimmes gegen uns, aber die Blüten setzen sich in den Fischkiemen fest, und Fische können sterben. Uns hat das aber nicht abgehalten und abends bin ich todmüde vom zweistündigen Surfing ins Bett gefallen.
Am Freitag habe ich wieder Netball gespielt und es kommen immer wieder neue Regeln zum Vorschein. Viele sagen, es ist ähnlich wie Basketball, aber irgendwie ist es das so gar nicht. Mein Problem ist, dass ich viel zu sehr basketballmäßig spiele. Aber was soll's es bringt ja Spaß!!
Samstag musste ich früh aufstehen, denn Claire hat uns abgeholt für einen Mystery- Trip. Es ging nach Reynella zu einem Markt. Da dieser aber schnell durchschaut war ging es zum 'großen' Einkaufszentrum in Port Noarlunga. Dort wurden viele Baby- Sachen für Ella geshoppt und wir haben geshoppt und nichts gekauft. Es gibt hier sooo viele, schöne Sachen, aber dann guckt man auf das Preisschild. Man merkt richtig, dass Australien teurer ist als Deutschland. Zum Mittag habe ich ein 'Bing Boy' gegessen und die sind einfach nur YUM! Sie sind dünn wie ein Crêpe und dann verstreichen sie Ei darauf. Das wird dann kurz gekocht und dann belegt. Ich hatte meinen Bing mit chicken, avocado, mixed salad, bean sprouts and sweet soy sauce. Man isst sie dann wie ein Wrap. Dann sind wir nach Hause gefahren und Claire und Ella sind geblieben und Nick ist hinzugekommen. Wir haben uns später von einer australischen Sängerlegende: John Farnham das Konzert angehört und einen australischen Slang- Film geguckt: The Castle. Es war noch ein echt netter Abend.
Übrigens kennt ihr das Lied von Passenger 'Let her go'? Er war mal im Vorprogramm von Ed Sheeran. Und da Eliza ein Ed Sheeran Fan ist, hat sie Passenger kennengelernt. Dieser gab letztens in Adelaide ein Konzert, wo Eliza war und seitdem ist er berühmt. Vorher hat sie mir noch eine CD von ihm geschenkt, da natürlich keiner (including me) ihn kannte. Blöd, dass er jetzt berühmt ist, denn so werden die Konzerte teuer und nicht billig, wo man mit ihm wie ein Freund reden konnte.
Sonntag
Heute ging es für mich auf eine zweite Mystery- Tour. Später merkte ich, dass es eine Art Rundfahrt wurde. Meine erste Rundfahrt (eine Woche nach meiner Ankunft) ging eher links hoch und diesmal ging es für mich nach rechts. Wir fuhren nach Goolwa, vorbei an einem kleinen Flughafen. Wir kehrten dann in eine kleine Stadt namens Strathalbyn ein. Viele aus Adelaide fahren dorthin, um heraus aus dem 'busy Life' zu kommen und einfach mal ein Picknick zu machen. Das Dorf war wirklich schön und übersichtlich.
http://casitaalegre.net/www.users.bigpond.com/casita_alegre/maps.htm
hier könnt ihr eine gute Karte sehen und mein Weg mitverfolgen.
| Corellas- sie sind ein Plage in Strathalbyn, denn sie fressen die Bäume kaputt. Man sieht hier einen toten Baum. |
Aboriginal- Painting
Es ist eine alte Stadt- gefunden 1839
Main Street
Es gibt viele Old- Fashion Häuser hier.
Anschließend ging es durch kleine- mini Dörfer, von denen ich die Namen nicht mehr weiß und auch nicht auf der Karte finde. 'Größere' Dörfer waren Woodchester und Callington. Callington besitzt vielleicht 20 Häuser. Umso weiter man nach Nordwesten fährt, umso wärmer wird es. Die Bäume werden niedriger und buschiger. Dann kamen wir zu einem großen Ort: Murray Bridge. Er liegt am Fluss Murray, wo viele Wasseraktivitäten, wie Wasserski und Jetski betrieben werden. Auch kann man sich Hausboote mieten, mit denen man den ganzen Fluss bis nach NSW entlang fahren kann. Ich habe mit Outdoor Education schon den Murray Mouth in Goolwa besucht, falls ihr euch erinnert.
Aboriginal- Painting
The Bunyip... In der Traumzeit (Dreamtime) der Aborigines gab es eine Sage. In allen Wasserlöchern, Seen oder Meeren befindet sich eine Art Monster. Die Aborigines hatten Angst und machten einen großen Bogen um alle Orte mit Wasser. Zum Vergleich: Loch Ness in England.
Man steckte also einen 1Dollar Chip in einen Container und das Monster erschien aus dem Wasser.
Picknick- Spot
Auch hier gibt es übermäßig viele Corellas.
Um weiter zu kommen, fuhren wir auf dem Highway der bis nach Melbourne führt. Es hat sich ein bisschen wie auf unserer Autobahn angefühlt, da man 110 fahren durfte, nicht wie sonst nur 100.
Zum Schluss ging es zum Mt. Lofty in den Adelaide Hills. Es ist der höchste Berg in Südaustralien und man erkennt ihn schon vom Weiten, denn er hat 3 Fernsehantennen für Channel Seven, Ten and ABC.
1983- ein großer Buschbrand über fast ganz Südaustralien. 23 Menschen starben.
Feuerturm- Jeden Tag sitzt dort ein Beobachter mit Fernglas und guckt, ob irgendwo ein Feuer ist.
Cleland National Park
1st European Anhaltspunkt
Fernsehantennen
Ja, heute habe ich wieder ganz viele neue Sachen erlebt. Morgen habe ich wieder Schule :).
See ya,
Jana xx
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